Rezension zu 'Die Bestimmung des Bösen'


Allgemeines

Titel:            Die Bestimmung des Bösen
Autorin:       Julia Corbin
Verlag:         Diana
Genre:         Thriller
ISBN:           978-3-453-35934-5
Seiten:          416
Preis:            9,99€

(Erscheinungsdatum: 09.05.2017)

Klappentext

Zwei tote Frauen, bis zur Unkenntlichkeit entstellt, abgelegt in einem Waldstück am Rhein. Es ist der Beginn einer brutalen Mordserie, bei der die Mannheimer Kommissarin Alexis Hall die Ermittlungen leitet. Einzig die Insekten, die von den Leichen Besetz ergriffen haben, liefern erste Hinweise über die Todesumstände. Noch während die Kriminalbiologin Karen Hellstern unter Hochdruck versucht, den Tathergang anhand von Maden und Käfern zu rekonstruieren, kommt es zu weiteren Morden. Doch der Täter scheint sein Muster geändert zu haben. Als Alexis Hall die Opfer sieht, könnte ihr Schock nicht größer sein: Denn die weißes Anemonen, mit denen die Frauen nun geschmückt sind, kennt sie nur zu gut - aus ihrer eigenen Kindheit..."

Cover

Das Cover ist relativ schlicht gehalten und sehr passend für einen Thriller.
In der Mitte ist ein Kreuz angedeutet. Am Rand befinden sich überall rote Spritzer, die das Blut darstellen. Tolles Cover.

Schreibstil

Das Buch hat wirklich einen sehr angenehmen Schreibstil. Die 416 Seiten sind in 92 Kapitel aufgeteilt. Diese sind alle ziemlich kurz, aber auch spannend gehalten, was das Lesen sehr angenehm macht und man kam schnell voran.

Charaktere

Zu den Charakteren selber konnte ich keine große Verbindungen aufbauen, trotzdem waren sie alle doch ziemlich sympathisch. 
Es war schön endlich mal wieder einen Thriller zu lesen, bei dem die Ermittler nicht komplett cholerisch sind und man es mit professionellen Ermittlungen zutun hat.
Alexis Hall steht als Kriminalhauptkommissarin im Fokus. Sie hat eine schwierige Vergangenheit, die immer weiter enthüllt wird und nicht unwesentlich für den Spannungsaufbau ist. An ihrer Seite findet man ihren Partner Oliver und die Kriminalbiologin Karen. Ein tolles Team, dessen Vertrauen bei diesem Fall stark auf die Probe gestellt wird.

Meine Meinung

Ein wirklich gelungener Thriller mit einem gelungen Plot.

Viel werde ich gar nicht dazu sagen können.
Die Handlung war durchdacht und ging auch schnell voran, es wurde nie wirklich langweilig. 

Zwischendurch gab es immer wieder Kapitel bei denen in die Vergangenheit geschaut wurde. Zum einen wurde da die Geschichte von der Ermittlerin Alexis Hall erzählt, aber auch du Geschichte des Täters. Man lernt ihn etwas kennen und kann langsam Vermutungen anstellen, wer er sein könnte. Trotzdem überrascht einen der Plot dann doch noch.

Die Autorin Julia Corbin studierte Biologie in Heidelberg, was man auch an vielen Stellen merkt. Man lernt die Arbeit der Kriminalbiologin Karen ziemlich gut kennen. Teilweise habe ich mich da leider wie im Biologieunterricht gefühlt. Es war manchmal einfach etwas zu viel Biologie, zu viel DNA, zu viel RNA. Am Ende hat sie es trotzdem geschafft, den Fokus auf dem Thriller zu haben und doch kein biologisches Sachbuch daraus gemacht 

Gegen Ende steigt die Spannung dann immer weiter. Und wenn man denkt, man hat es gelöst, kommt noch ein überraschender Plot, der wirklich gelungen ist.

Julia Corbin hat mit diesem Thriller ein wirklich tolles Debüt hingelegt, der einige interessante Fakten/Theorien auch über die menschlichen Gene hervorbringt.
Ich hoffe, dass es nicht ihr letzter Thriller war und dass sich daraus vielleicht sogar eine kleine Reihe entwickeln könnte. 


Vielen Dank an das Bloggerportal und den Diana Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

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