[Rezension] Into the Water



Titel: Into the Water
Autorin: Paula Hawkins
Verlag: blanvalet
Genre: Roman (Thriller)
ISBN: 978-3-7645-0523-3
Seiten: 476
Preis: 14,99€

(Klappbroschur.
erschienen am 24.05.2017)


"In den letzten Tagen vor ihren Tod rief Nel Abbott ihre Schwester an. Julia nahm nicht ab, ignorierte den Hilferuf. Jetzt ist Nel tot. Sie sei gesprungen, heißt es. Julia kehrt nach Beckford zurück, um sich um ihre Nichte zu kümmern. Doch sie hat Angst. Angst vor diesem Ort, an den sie niemals zurückkehren wollte. Vor lang begrabenen Erinnerungen, vor dem alten Haus am Fluss, vor der Gewissheit, dass Nel niemals gesprungen wäre. Und am meisten fürchtet Julia das Wasser und den Ort, den sie Drowning Pool nennen..."



Das Cover ist wirklich richtig toll und sehr passend zum Buch.
Dieses blau ist einfach richtig toll und fällt auf jeden Fall sofort auf. 
Dieser See, der da abgebildet ist - wirklich passend. Im Spiegelbild der Wasseroberfläche kann man sogar einen Menschen sehen. Rund herum sehr dunkel, was alles schon eine mystische Atmosphäre um das Buch kreiert.



Der Schreibstil war sehr unterschiedlich. Teilweise ließ es sich super einfach und schnell lesen. Dann wurde es wieder unverständlich, was auch an den vielen Perspektivenwechseln lag.
Es wurde aus so vielen Sichten erzählt und dann sogar bei einer Person verschiedene Erzählperspektiven verwendet, dass es manchmal wirklich schwer war, dem Ganzen zu folgen.
Auch Zeitformen wurden manchmal sehr merkwürdig verwendet, was das Lesen noch etwas mehr erschwerte.


Als ersten fällt auf, dass es wirklich viele Charaktere gibt. 
Aus jeder Sicht wird das eine oder anderen Kapitel erzählt. Doch leider lernt man niemand so richtig gut kennen. Man weiß, wer welche Rolle in der ganzen Geschichte spielt, aber keiner bekommt wirklich mehr Tiefe - Identifikation mit den Charakteren ist dadurch eigentlich gar nicht möglich.



Ein guter aber verwirrender Thriller, bei dem es wirklich dauert, bis man wirklich in die Handlung eintauchen kann.

Der Anfang ist wirklich sehr schnell. Man wird in das Geschehen geworfen, bekommt auf den ersten 50 Seiten viele Menschen vorgestellt und weiß eigentlich gar nicht, um was es so richtig geht. 

Im Klappentext wird von einem Tod gesprochen, der aufgeklärt werden soll. Doch mit der Zeit gibt es mindestens 5 verschiedene Tode, aus verschiedenen Jahrzehnten, die irgendwie miteinander verbunden sein sollen oder auch nich. 
Es ist wirklich sehr verwirrend für den Leser die verschiedenen Charaktere den verschiedenen Geschichten und Todesumständen zuzuordnen, die aufgeführt werden.

Atmosphärisch hat das Buch einiges zu bieten, denn die ganze Gegend von Beckford bekommt einen schaurigen Beigeschmack und man möchte auf keinen Fall in die Nähe des Ortes und des Flusses kommen.
Die düstere, geheimnisvolle Atmosphäre wurde sehr gut aufgebaut und hat sich durch das ganze Buch gezogen.

Vom Plot war ich nochmal ziemlich überrascht. 
So ein Plottwist im letzten Kapitel hatte ich nicht erwartet, auch wenn einem noch kleine Ungereimtheiten in der ganzen Geschichte auffallen können und man mit der einen oder anderen Frage zurückgelassen wird.

Dennoch hat mich dieser Roman von Paula Hawkins nicht vollständig überzeugt, da einfach zu viele einzelne Geschichten mit eingebracht wurden, die wirklich getrennt zu betrachten waren und die ganze Geschichte unnötig verkomplizierten.




Vielen Dank an den blanvalet Verlag und das Bloggerportal für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

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